Kostenloser Versand ab 60 €
Versand innerhalb von 24h
30 Tage Geld-Zurück-Garantie
Bequemer Kauf auf Rechnung
Direkt vom Hersteller
Service +49 (0)89 - 450287-0

Emotionales Essen: Was dahinter steckt und wie du es in den Griff bekommst

18. November 2020 | AKTUELLES
Einen Tag, wie ihn viele von uns kennen: Erst macht der Chef auf der Arbeit Stress, dann hat man sich mit seinem Schatz gezofft und jetzt langweilt einen auch noch das Netflix-Angebot. Na, toll! Ein Blick auf das Angebot im Kühlschrank wird einen sicher glücklicher stimmen. ZACK! Und schon ist man dabei, sich von seinem Unterbewusstsein zum emotionalen Essen verleiten zu lassen …


Emotionales Essen: Was ist das?

Eigentlich essen wir, wenn wir Hunger haben. Dieses Signal unseres Körpers zeigt uns, dass unser Körper Energie in Form von Nährstoffen benötigt. Haben wir ihm diese wieder zugeführt, sind wir wieder satt und der Hunger verschwindet. Beim emotionalen Essen geht es allerdings nicht um die Energiezufuhr, sondern darum, durch Essen eine Unzufriedenheit zu bekämpfen. Beim emotionalen Essen spielt unser Hungergefühl keine Rolle. Das bedeutet: Wir essen, obwohl wir nicht hungrig sind oder über unseren Hunger hinaus. Wie es soweit kommt, fragt ihr euch? Hier kommt die Antwort!

Die Ursachen für emotionales Essen

Um Stress, Wut, Angst, Traurigkeit – kurzum negative Emotionen – zu kompensieren, werden wir zu emotionalen Essern. Damit sind wir in guter Gesellschaft: Rund 30 Prozent aller Deutschen lassen sich laut "Spiegel-Online" regelmäßig von ihren Gefühlen zum Essen verführen. Dabei gelüstet es uns natürlich nicht nach Gemüse-Sticks und Vollkorn-Crackern, sondern nach Schoki, Chips und anderen Schweinereien. Das hat einen Grund: Unser Unterbewusstsein strebt mit der Nahrungsaufnahme eine Ersatzbefriedigung und einen Entspannungszustand an. Wir wollen mit dem Essen trösten. "Dieses Phänomen ist in unserer Kindheit verwurzelt", sagt Ernährungsexpertin Barbara Klein im COSMO-Interview. "Besonders mit Süßigkeiten verbinden wir seither positive Erinnerungen." Neben diesem psychischen Aspekt gibt es aber auch eine körperliche Erklärung für emotionales Essen. Vor allem wenn wir Zucker konsumieren, werden Glückshormone freigesetzt. "Diese Hormone, wie zum Beipsiel Serotonin, Adrenalin oder Dopamin, bedienen die Sucht-Areale in unserem Gehirn. Steigt ihr Spiegel an, werden wir nicht nur glücklicher, sondern wollen auch immer mehr davon", so Klein weiter. Ganz schön tückisch, oder? Ein weiteres Problem ist, dass der Glückszustand nicht von Dauer ist. Dopamin zum Beispiel löst zwar ein kurzzeitiges Hoch aus, doch genauso schnell wie die Laune steigt, fällt sie auch wieder. Oft sogar noch tiefer als beim Ausgangszustand. Das gute Gefühl ist also trügerisch und nicht von Dauer. Und im schlimmsten Fall fühlt man sich dann wegen der Food-Eskalation noch zusätzlich schlecht.

Ahhh, Hilfe! Ein Teufelskreis! Was kann man nun gegen emotionales Essen tun?

Emotionales Essen stoppen

Zuerst einmal musst du, um emotionales Essen zu stoppen, versuchen zu analysieren, in welchen Situationen dein Unterbewusstsein dich zum Kühlschrank leitet. Dafür musst du dich mehr mit dir selbst auseinandersetzten und dich in den Situationen des emotionalen Essens ertappen. "Wie bei allen Essstörungen kann es auch helfen, ein Ernährungstagebuch zu führen", rät Barbara Klein. Frage dich regelmäßig: Esse ich jetzt wirklich aus Hunger oder eher aus Kummer, Wut, etc.? Ist letzteres der Fall, frage dich anschließend: Warum fühle ich mich so? Dann kannst du versuchen, die Ursache deiner negativen Emotionen zu erkennen und diese aus dem Weg schaffen. Bei Streit oder Wut kann das ein klärendes Gespräch sein, bei Kummer hilft es manchmal auch, deine Gefühle niederzuschreiben. Manchmal kann es auch beruhigend sein, einfach laut mit sich selbst zu reden. Für welchen Weg du dich auch entscheidest: Du solltest die Gefühle nicht in dich hineinfressen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das ist die Grundlage, um emotionalem Essen auf Dauer zu entkommen. Für die akuten Situationen haben wir einige SOS-Übungen für dich gesammelt.

Emotionales Essen ade: Die besten Übungen

Unsere 4 Top-Übungen, um emotionales Essen zu stoppen:


Schlechte Gewohnheiten ändert man am leichtesten, indem man sie vorerst durch bessere ersetzt: Wenn deine Emotionen das Verlangen nach Essen auslösen, greife statt zur Chipstüte doch "zu kalorienärmeren und gesünderen Lebensmitteln", schlägt Expertin Klein vor.
Baue den Stress, deine Wut oder deine Nervosität anders ab, indem du zum Beispiel ein kurzes Workout einlegst. Alternativ können auch einige Atemübungen oder Meditation helfen.
Greife statt zur Snack-Box zum Telefon und rufe eine Freundin oder einen Freund an und erzähle ihr oder ihm, was dich gerade beschäftigt. Das Gespräch wird dich nicht nur von deinen Nasch-Gelüsten ablenken, sondern deine Laune auch durch die Quality-Time mit deinen Liebsten verbessern.
Belohne dich anders. "Nicht nur Essen löst schöne Gefühle aus", erklärt die Expertin. "Nimm anstatt zu naschen ein ausgiebiges Bad, kaufe dir einen neuen Lippenstift oder gönne dir ein schönes Paar Schuhe." Das ist definitiv keine Dauerlösung (allein im Hinblick auf unsere Finanzen!), kann aber im ersten Moment seinen Zweck erfüllen.